DIE KREISLAUFWIRTSCHAFT HÄLT EINZUG IN DIE PSA

 

Jedes Jahr werden Millionen von Schutzbrillen in der Industrie, in Laboren, Werkstätten und Logistikplattformen eingesetzt. Dennoch landet der Großteil dieser Produkte nach Ende ihrer Lebensdauer weiterhin im Restmüll.

 

Das ist paradox, wenn man bedenkt, dass diese Produkte Materialien enthalten, die recycelt und wiederverwertet werden können. Warum gehören Schutzbrillen also noch immer zu den vergessenen Produkten der Kreislaufwirtschaft?

Ein unterschätztes Paradox

 

 

Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich heute in vielen Industriezweigen weiter. Unternehmen bemühen sich, Abfälle zu reduzieren, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und verantwortungsvollere Verwertungslösungen zu entwickeln. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) bleibt jedoch noch zu häufig von dieser Entwicklung ausgeschlossen.

 

Kennzahl: Weniger als 4.000 Schutzbrillen wurden im Jahr 2025 in Frankreich von Eco’Logic Recyclage gesammelt.

 

Dieses Volumen bleibt im Vergleich zu den Millionen von PSA-Produkten, die jedes Jahr verwendet werden, äußerst gering. Im Vergleich dazu sind Sicherheitsschuhe oder Warnschutzkleidung bereits stärker in Sammel- und Recyclingprozesse integriert.

Warum werden so wenige Schutzbrillen recycelt?

 

In vielen Unternehmen werden gebrauchte Schutzbrillen noch immer zusammen mit dem Restmüll entsorgt. Dafür gibt es mehrere Gründe: fehlende Informationen, das Fehlen klar definierter Prozesse oder Schwierigkeiten bei der Identifizierung lokal verfügbarer Lösungen.

 

Dabei existieren Recyclinglösungen bereits. Die eigentliche Herausforderung ist heute nicht mehr das Fehlen von Lösungen, sondern deren breite Einführung.

Kreislauffähigkeit bereits bei der Entwicklung mitdenken

 

Bei Bollé Safety sind wir überzeugt, dass die Leistung einer PSA nicht mit ihrer Nutzung enden sollte. Ihr Lebensende muss heute ein integraler Bestandteil ihres Designs sein.

 

Deshalb arbeiten wir an der Entwicklung von Schutzbrillen, die leichter zerlegt werden können, um die Trennung der Materialien und deren Recycling über spezialisierte Recyclingkanäle zu vereinfachen. Die Berücksichtigung des Produktlebensendes bereits in der Designphase ist ein wesentlicher Schritt zur Verringerung der Umweltbelastung.

 

Wussten Sie schon?

 

Einige Schutzbrillen können zerlegt werden, um die Sortierung und Wiederverwertung der Materialien zu erleichtern.

 

 

Recyclinglösungen existieren bereits

 

Das Engagement der Hersteller allein reicht jedoch nicht aus. Um den Übergang zu einer stärker kreislauforientierten PSA zu beschleunigen, müssen Unternehmen auch Zugang zu einfachen und praktischen Lösungen haben.

 

Vor diesem Hintergrund hat Bollé Safety eine Übersicht über weltweit verfügbare Recyclinglösungen für PSA erstellt. Diese Bestandsaufnahme zeigt zahlreiche Programme auf, die von Händlern, spezialisierten Recyclern und internationalen Organisationen angeboten werden.

Fokus: Eco’Logic Recyclage

 

Eco’Logic Recyclage gehört in Frankreich zu den führenden Akteuren und verarbeitet verschiedene Arten von PSA, darunter auch Schutzbrillen. Die gesammelten Produkte werden sortiert und anschließend in Kunststoffgranulat umgewandelt, das für die Herstellung neuer Produkte wie Büromöbel wiederverwendet wird.

 

Eco’Logic bietet zudem ein Rückverfolgbarkeitstool an, mit dem Unternehmen die gesammelten Mengen überwachen und die durch ihre Recyclingmaßnahmen eingesparten CO₂-Emissionen schätzen können. Eine konkrete Möglichkeit, die positiven Auswirkungen des Recyclings messbar zu machen.

Wie lässt sich PSA-Recycling umsetzen?

 

  • PSA-Abfallströme im Unternehmen identifizieren
  • Einen geeigneten Sammelpartner auswählen
  • Spezielle Sammelbehälter installieren
  • Mitarbeitende sensibilisieren
  • Umweltbezogene Ergebnisse verfolgen und messen

Towards a new generation of PPE

 

In Zukunft könnte die Recyclingfähigkeit von PSA genauso wichtig werden wie Komfort, Leistung oder Langlebigkeit. Unternehmen, die diesen Wandel bereits heute antizipieren, tragen aktiv zu einer verantwortungsvolleren und stärker kreislauforientierten Industrie bei.

 

Die Lösungen existieren bereits. Jetzt gilt es, sie in großem Maßstab einzuführen.

Hinweis: Die von Bollé Safety bereitgestellte Übersicht der Recyclinglösungen kann sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angebote und Leistungsumfänge der genannten Organisationen können sich ändern. Es wird empfohlen, die Bedingungen direkt bei den jeweiligen Organisationen zu prüfen.

 

ÖKOLOGISCH GESTALTETE PRODUKTE

mit >20 % recycelten oder biobasierten Materialien

UMWELTFREUNDLICH HERGESTELLTE PRODUKTE

mit >50% kohlenstoffarme Energie in der Produktion